Lasst Euch nicht verarschen!

Alles nur Werbung oder: Was?


Joghurt essen ist gesund, einen probiotischen Joghurt essen ist blanke Gesundheit! Laut Werbung kann den Genie?ern diese Milchproduktes fast nichts mehr passieren. Selbst J?rg Kachelmann stellte das immer wieder in ?seinem Werberspot? fest! Was ist an dieser Behauptung in der Werbung eigentlich dran?

Pro- oder Contra-biotisch?


Das Milchprodukt Joghurt wird durch Milchs?urebakterien gebildet und diese k?nnen bei Darmproblemen helfen, au?erdem steckt viel Calcium in der Sauermilch. Das war schon immer bekannt - doch jetzt ist alles anders. Denn seit einigen Jahren gibt es dank eines geschickten Marketings auch im Joghurt-Regal den Allerbesten unter den Besten: den probiotischen Joghurt.

In diesem Joghurts stecken besondere Bakterien, die stammen urspr?nglich aus dem menschlichen Darm und sollen sich dort auch wieder ansiedeln, weil sie angeblich seine Flora verbessern. Da sich im Darm ein Gro?teil unseres Immunsystems befindet, w?rden die Bakterien die Abwehrkr?fte st?rken, argumentieren die Hersteller. Manche Produzenten berichten gar, dass probiotische Bakterien Enzyme reduzieren, die Darmkrebsvorsorge f?rdern k?nnen und suggerieren damit, dass der Krebs damit verhindert werden kann. Das ist aber laut Aussage von Wissenschaftlern nicht erwiesen.

Gesundheitsf?rdernde Effekte sind nur dann m?glich, wenn gen?gend Milchs?urebakterien lebend den Darm erreichen. Doch nur 10 - 40 Prozent der Keime ?berleben das Zusammentreffen mit der Magen- und Gallens?ure. Um sich anschlie?end im Darm ansiedeln zu k?nnen, sollten sie sich an der Darmschleimhaut anheften. Dort ist es allerdings schon ganz sch?n voll: Rund 100 Billionen Keime aus ?ber 400 Bakterienarten und -st?mmen haben sich hier eingenistet.

Bei der Milchs?ureg?rung wird Glucose durch Milchs?urebakterien ?ber Brenztraubens?ure (Pyruvat) in Milchs?ure (bzw. ihr Salz, Lactat) umgewandelt. Je nach Stamm der Milchs?urebakterien unterliegen auch andere Zucker diesem Abbauweg. Zur Konservierung von Lebens- und Futtermitteln wird die Milchs?ureg?rung seit Ewigkeiten eingesetzt (Milchprodukte, Sauerteig, Sauerkraut oder Silage-Bereitung von R?benbl?ttern und anderen Gr?nfutter)

Ob zus?tzliche Bakterien aus probiotischen Joghurts die Darmflora eines gesunden Menschen verbessern k?nnen, wird beispielsweise von Professor Michael Teuber, Lebensmittelmikrobiologe an der Eidgen?ssischen Technischen Hochschule in Z?rich, bezweifelt. F?r ihn sind herk?mmliche Naturjoghurts genauso gut. Dr. Michael de Vrese von der Bundesanstalt f?r Milchforschung erkl?rt, dass "Probiotika niemals einzelnen Personen bestimmte Effekte garantieren werden". Noch weiter geht Dr. Stefan Hockertz, Immuntoxikologe und Umweltmediziner an der Universit?t Hamburg. Er warnt: "Dass einige Nahrungsmittelhersteller probiotische Keime in Form nicht zulassungspflichtiger Lebensmittel in Verkehr bringen, ist meines Erachtens bedenklich, wenn nicht ungesetzlich." Denn die Produkte w?rden Erwartungen wecken, die nur Arzneimittel halten k?nnten.


Jeden Morgen einen Becher Buttermilch zu trinken, so wie ich das mache, bringt das gleiche Ergebnis! ?brigens, den gleichen und preislich g?nstigeren Effekt erreicht man auch mit dem altbekannten origin?ren Sauerkraut. Sauerkraut ist durch Milchs?ureg?rung konservierter Wei?kohl. Diese Zubereitungsart stammt urspr?nglich wahrscheinlich aus China. Sauerkraut wird haupts?chlich als Beilage zu verschiedenen Gerichten gegessen Sauerkraut ist reich an Milchs?ure, Vitamin A, B, C, und Mineralsalzen und ist mit den Kohlgem?sen ein wichtiger, heimischer Vitamin-C-Lieferant im Winter.

Quellen: www.oekotest.de


20.7.05 08:38

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marina / Website (14.8.05 16:59)
Danke, lieber Burckhard. Das mußte jetzt mal gesagt werden. Damit hast Du nun eine nadelfeine Spitze eines riesigen Eisbergs getroffen: Verar...ung in der Werbung. Aber: Warum die Leute aufklären wollen? Jeder ist doch seines eigenen Glückes bzw. seiner eigenen Gesundheit Schmied! Und solange wir in jedweder Form Umweltgifte und Strahlung (z.B. aus dem bei mir um die Ecke liegenden, sooo harmlosen Sellafield) "konsumieren" dürfen, hilft auch keene Buttermilch. Hier an der Irischen Ostküste sterben die Frauen wie die Fliegen an Brustkrebs und die Männer an der Prostata - die Rate ist in und um Drogheda signifikant höher als der Landesdurchschnitt. Aber Sellafield? Nein, sagt Herr Blair und hebt beschwörend die Hände, Sellafield ist sicher. Das weiß der gute Mann, so wie er ja auch genau über die Massenvernichtungsmittel im Irak Bescheid wußte ... Ach, geh mir doch weg!

Naja, wir trinken jedenfalls weiter brav unsere Buttermilch, und bald trinken wir ´ne Molle, wat? Da freuen sich hier schon viere ganz doll drauf.

Aber, weswegen ich eigentlich schreibe: Du hast mir noch nicht verraten, wie Du die Besucherzahl und das Wetter in Deine WeblogSeite bekommen hast. Du weißt doch, Dein kleines Schwesterlein ist da n´bissel doof ...

Alles Liebe, auch von John und Pat, Deine Marina


Kasimir / Website (18.8.05 15:47)
Die Werbung stimmt!
Das habe ich im Fernsehen gesehen.

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