Zwischen den Kulturen

Der Gewalt entgegenwirken

Die Gewalttätigkeiten, die nicht nur an der Rütli-Schule in Berlin offensichtlich zum Tagesgeschehen gehören, gibt es z. B. in der Türkei an den Schulen nicht. Das schreibt die türkische Soziologin Necla Kelek in ihrem soeben veröffentlichten Buch „Die verlorenen Söhne“ Sie nennt es ein „Plädoyer über die Befreiung des türkisch-muslemischen Mannes“. .

Die verlorenen Söhne

Sie schildert in ihrem Buch u. a.: In ihrem Heimatland stimmt die kulturell-religiöse Sozialordnung der Jugendlichen zu Hause, in der Schule und in der Öffentlichkeit überein. In Deutschland ist es anders - besonders in streng religiösen Familien. Hier leben die Jugendlichen zu Hause in einer ganz anderen Welt als in der Schule und außerhalb - die Erwartungen, die an sie von der Gesellschaft gestellt werden, sind völlig unterschiedlich und entgegengesetzt.

Zu Hause wird den Jugendlichen beigebracht, dass z. B. Frauen sich den Männern unterzuordnen haben - die Schwestern haben dem Bruder, auch dem jüngeren - zu dienen. Selbst die Mutter hat dem Sohn, sobald er ein Mann geworden ist, zu dienen - das ist ungeschriebenes Gesetz. Die Welt dieser jungen Männer teilt sich in zwei Welten: die Männer- und die Frauenwelt! Die Männer und hier besonders die Väter herrschen über die Frauen und Kinder - man begegnet sich nicht mit Respekt, Verständnis und Höflichkeit - es herrscht Unterordnung!

Von Kindheit an, sind die Jungen die Wächter des Verhaltens und damit der Ehre der Frauen der Familie. Sie haben die Macht das durchzusetzen, was sie für die Familienehre für richtig halten. Sie haben kaum eine Erziehung - sie haben nur einen Auftrag in der ungläubigen westlichen Gesellschaft: sie sind die Wächter der Ehre ihrer weiblichen Verwandten. Die Jungen sind die Paschas - sie werden wie Prinzen behandelt. Sie zu verwöhnen ist die Aufgabe der Frauen, dafür verlangen sie Essen, Trinken, Bedienung und: Unterwürfigkeit! Das wird ihnen zu Hause geboten.

Kommen sie in Schule und Öffentlichkeit, sind sie aber nicht mehr die umschwärmten Familienlieblinge. Hier ist ihr Wächterdasein nichts mehr wert, sie haben außerdem Sprachschwierigkeiten, weil sie schlecht deutsch sprechen. Sie sind in unserer pluralistischen Gesellschaft auf einmal den Mädchen und Frauen gleichgestellt. Hier verlangt man von ihnen das sie nur sprechen und aufstehen, wenn sie dazu aufgefordert werden. Sie sollen andere Menschen - auch Frauen achten und Respekt zeigen und sich bei Fehlverhalten entschuldigen. Das bringt ihr Weltbild durcheinander, ihr Selbstwertgefühl zerbricht - sie reagieren mit Verweigerung und mit Aggressivität, sie kapseln sich ab und versuchen mit dem Recht des angeblich stärkeren Geschlechts sich durchzusetzen - das ist der Beginn der Gewalt.

Hier muß die Schule und die Gesellschaft eingreifen und gegenüber den gewalttätigen Jugendlichen sowie den Eltern mit Nachdruck und Konsequenz Einhalt gebieten, sonst werden die 14-jährigen Schläger sich weiter behaupten. Wir dürfen uns nicht gefallen lassen, dass sich an den Schulen und in der Öffentlichkeit eine gewalttätige Jugendkultur entwickelt. Diese jungen muslemischen Männer müssen Achtung und Respekt vor anderen Menschen lernen. Es ist völlig falsch, ein solches Verhalten mit dem Hinweis auf kulturelle und religiöse Unterschiede, auf Armut und Anatolien zu tolerieren. Das hilft keinem weiter, alle müssen begreifen: Armut und Unwissenheit rechtfertigen keine Gewalt.

Da stimme ich der türkischen Soziologin Necla Kelek zu oder wie Jörg Schönbohm, der Innenminister Brandenburgs, unlängst feststellte: "Wenn Migranten meinen, dass sich Koran und Grundgesetz nicht vereinbaren lassen, tun sie mit ihrem Hierbleiben sich und uns keinen Gefallen" - dem ist m. E. auch nichts mehr hinzuzufügen.

3 Kommentare 7.4.06 13:56, kommentieren

Werbung


Paris brennt!

Die Gewalt eskaliert und weitet sich aus - das Ende von Multi-Kulti?


Die Unruhen in Frankreich haben in der letzten Krawallnacht in Folge ein nie gekanntes Ausma? erreicht und weiteten sich auch auf andere St?dte aus. Die Polizei berichtete von rund 1.000 Brandstiftungen und 312 Festnahmen - als J?ngster sei ein Zehnj?hriger mit einer Brandflasche in der Hand erwischt worden.

Die Polizei in Paris teilte mit, dass 312 meist jugendliche Randalierer und Brandstifter festgenommen wurden. Die meisten T?ter stammen aus muslimischen Einwandererfamilien aus Nord- und Schwarzafrika.
Die Aufrufe der Regierung, muslimischer W?rdentr?ger und auch der Eltern zweier Jungen, deren Unfalltod die Unruhen ausgel?st hatten, verhallten ungeh?rt. Mobile Brandstifterbanden zogen vermehrt auch in ruhige Viertel. Sogar im Herzen von Paris wurden einige Autos angez?ndet.

Brandanschl?ge gab es auch im Umland zahlreicher St?dte von M?lhausen im Elsass und Lille im Norden bis Lyon und Avignon im S?den. In Evreux 40 Kilometer westlich von Paris zerst?rten Vermummte ein Einkaufszentrum und lieferten sich eine regelrechte Schlacht mit der Polizei, bei der es zahlreiche Verletzte gab.

Bei?end Worte sind das Markenzeichen des franz?sischen Innenministers Nicolas Sarkozy - als ?Abschaum? und ?Ganoven? bezeichnete der Rechtsausleger der konservativen Pariser Regierung die randalierenden, meist ausl?ndischen Jugendlichen: ?Wir sind daf?r da, dieses Krebsgeschw?r auszumerzen, wir werden uns dieses Gesindels entledigen.? Sarkozys seit l?ngerem gepflegte Philosophie, unruhige Vorst?dte mit dem ?K?rcher? s?ubern zu wollen.

?Frankreich ist es, was ausl?ndische Horden hier angreifen?, das ist wiederum der Originalton des Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen zu den Krawallen. Und beide wissen recht genau, was der ?Normalfranzose? von den ?Krawallmachern aus Nordafrika? so h?lt. Frustrierte jugendliche Einwanderer setzen die Kraftprobe mit ihrem Feindbild fort: ?Das ist nur der Anfang, wir machen weiter, bis Sarkozy geht?, so gibt einer als Parole aus. Die von allen Seiten kritisierte Regierung ist unter Druck und scheint gegen?ber den Ereignissen hilflos zu sein.

Die schweren Ausschreitungen jugendlicher Randalierer rund um Paris erinnern viele Briten an ?hnliche Gewaltexzesse in englischen St?dten. Zuletzt lieferten sich Ende Oktober karibische und asiatische Jugendbanden Stra?enschlachten in Birmingham, ein Mensch starb.

Sofort wurden Warnungen laut: Dies zeige, wie zerbrechlich die multikulturelle Gesellschaft Gro?britanniens sei. Doch gerade das multikulturelle Nebeneinander, das den ethnischen Minderheiten viele Freiheiten einr?umt, wird angesichts der Pariser Krawalle auch als Bedingung eines friedlichen Miteinander hervorgehoben. Denn die Unruhen in Paris seien der beste Beweis, dass ?Frankreichs Beharren auf Integration und Angleichung gescheitert ist?, schreibt der liberale ?Independent?. Doch die Kinder der Einwanderer machen Sorgen, obwohl h?ufig in Gro?britannien geboren, schotten sie sich ab. Sie f?hlen sich weder in der Gesellschaft der Wei?en noch in der ihrer Eltern zu Hause und bilden Parallell-Kulturen.

Auch der Vorsitzende der Kommission f?r ethnische Gleichberechtigung (CRE), Trevor Philips, warnt vor einer Abschottung der Kulturen. Gro?britannien ?schlafwandelt in die Rassentrennung?, warnte er k?rzlich in einer Rede. Dabei versch?rfen sich zunehmend die Konflikte zwischen Arm und Reich.

In D?nemark dagegen setzt die Regierung z. B. auf weitere harte Linie: ?Versch?rfung?, ?noch strenger? und ?Null Toleranz? - so lauten die Standardvokabeln, wenn d?nische Medien Neues ?ber die ohnehin betont scharfe Zuwanderungs- und Integrationspolitik von Ministerpr?sident Anders Fogh Rasmussen zu berichten haben. In dieser Woche k?ndigte die Regierung an, man wolle die Gew?hrung der d?nischen Staatsb?rgerschaft zus?tzlich zu schon jetzt enorm hohen H?rden vom Nachweis eines Arbeitsplatzes in vier der f?nf letzten Jahre abh?ngig machen. ?Wir wollen sicher sein, dass wir es mit Menschen zu tun haben, die aktive, engagierte B?rger sind und gezeigt haben, dass sie sich selbst versorgen k?nnen?, sagte die Ministerin f?r Fl?chtlinge, Zuwanderer und Integration, Rikke Hvilsh?j.

Neue Schlagzeilen kamen zu einer neuen Idee der Regierung: Hvilsh?j legte am Freitag eine neue ?Treueerkl?rung? mit 17 Punkten vor, die Zuwanderer k?nftig unterzeichnen sollen, ehe sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen.
Darin hei?t es unter anderem: ?Ich wei?, dass es in D?nemark verboten ist, seine Kinder zu schlagen. Ich wei?, dass Beschneidung von M?dchen sowie die Anwendung von Zwang bei der Anbahnung von Ehen in D?nemark strafbar ist.? Der rechtsliberale Regierungschef Rasmussen nennt diese Linie bei der Ausl?nderpolitik ?fest, aber fair? und beruft sich auf eine breite Mehrheit in der Bev?lkerung. Nach seinem Amtsantritt 2001 hatte Rasmussen in den Mittelpunkt seiner Regierungsarbeit die drastische Beschr?nkung der Zuwanderung unter anderem durch ein Verbot des Zuzugs ausl?ndischer Ehepartner unter 24 Jahren (aus L?ndern au?erhalb der EU) gestellt.

Gemessen an den Unruhen in Frankreich erscheinen die Integrationsprobleme unter den Ausl?ndern im reichen, wirtschaftlich seit mehr als zehn Jahren beispiellos boomenden D?nemark wenig dramatisch. Auch der Ausl?nderanteil mit insgesamt etwa sieben Prozent ist im internationalen Vergleich eher gering.

Auch in den Niederlanden hat es b?rgerkriegs?hnliche Ausschreitungen in einem Ausma? wie jetzt in Frankreich nicht gegeben. Dass sich aber auch in dem sonst so friedlichen Land gewaltt?tige Konflikte entz?nden k?nnen, zeigte sich zuletzt im April dieses Jahres. Zwei N?chte lang lieferte sich damals die Polizei in der Stadt Den Bosch im S?den des Landes Stra?enschlachten mit Bewohnern eines so genannten "Problemviertels".

Auch die Ermordung des niederl?ndischen Regisseurs Theo van Gogh lie? kurzzeitig Rassenunruhen aufflammen und zeigte, wie selbst in den so toleranten Niederlanden, der Grat auf dem diese Toleranz balanciert, doch sehr schmal ist. Die Verwaltung versucht weiter mit restriktiven Ma?nahmen dieser Entwicklung entgegenzusteuern. So will man kriminellen Ausl?ndern eine Wohnung verweigern, bestimmte Mindesteinkommen verlangen, Familiengr??en kontrollieren. Schon l?ngst gehen Wohnungsbaugesellschaften gegen Mieter vor, die ihre Wohnung anderen - h?ufig illegal eingereisten Ausl?ndern - ?berlassen.

Nachbarschaftskomitees aus Freiwilligen - teilweise selbst zweifelhafte Gestalten - spionieren in manchen Orten die Umgebung aus. Vor allem die hohe Konzentration von Ausl?ndern in manchen Stadtvierteln lasse sich kaum noch ?ndern. In Amsterdam, Den Haag und Rotterdam hat ein Drittel der Bev?lkerung einen ?nicht-westlichen? Hintergrund.

Kann sich eine ?hnliche Situation auch in Deutschland entwickeln? Politiker warnen bereits vor Nachahmung - so sagte Brandenburgs Innenminister J?rg Sch?nbohm der "Neuen Osnabr?cker Zeitung", dass auch in Deutschland solche Jugendkrawalle ausbrechen k?nnten. Ein Beispiel daf?r seien die "hei?en N?chte" vor dem 1. Mai in Berlin, in denen besonders jugendliche Ausl?nder durch ihr aggressives und militantes Verhalten auffielen.

In Deutschland wollen SPD und Union ?hnliche Unruhen durch zus?tzliche Anstrengungen bei der Integration von Zuwanderern verhindern. Meine Fragen dabei lauten: nur wie wollen sie das erreichen, wenn sich die Zuwanderer nicht integrieren lassen wollen?

Und k?nnen wir in Deutschland auch noch mit einem "hei?en Herbst" rechnen?



3 Kommentare 6.11.05 22:52, kommentieren

Lasst Euch nicht verarschen!

Alles nur Werbung oder: Was?


Joghurt essen ist gesund, einen probiotischen Joghurt essen ist blanke Gesundheit! Laut Werbung kann den Genie?ern diese Milchproduktes fast nichts mehr passieren. Selbst J?rg Kachelmann stellte das immer wieder in ?seinem Werberspot? fest! Was ist an dieser Behauptung in der Werbung eigentlich dran?

Pro- oder Contra-biotisch?


Das Milchprodukt Joghurt wird durch Milchs?urebakterien gebildet und diese k?nnen bei Darmproblemen helfen, au?erdem steckt viel Calcium in der Sauermilch. Das war schon immer bekannt - doch jetzt ist alles anders. Denn seit einigen Jahren gibt es dank eines geschickten Marketings auch im Joghurt-Regal den Allerbesten unter den Besten: den probiotischen Joghurt.

In diesem Joghurts stecken besondere Bakterien, die stammen urspr?nglich aus dem menschlichen Darm und sollen sich dort auch wieder ansiedeln, weil sie angeblich seine Flora verbessern. Da sich im Darm ein Gro?teil unseres Immunsystems befindet, w?rden die Bakterien die Abwehrkr?fte st?rken, argumentieren die Hersteller. Manche Produzenten berichten gar, dass probiotische Bakterien Enzyme reduzieren, die Darmkrebsvorsorge f?rdern k?nnen und suggerieren damit, dass der Krebs damit verhindert werden kann. Das ist aber laut Aussage von Wissenschaftlern nicht erwiesen.

Gesundheitsf?rdernde Effekte sind nur dann m?glich, wenn gen?gend Milchs?urebakterien lebend den Darm erreichen. Doch nur 10 - 40 Prozent der Keime ?berleben das Zusammentreffen mit der Magen- und Gallens?ure. Um sich anschlie?end im Darm ansiedeln zu k?nnen, sollten sie sich an der Darmschleimhaut anheften. Dort ist es allerdings schon ganz sch?n voll: Rund 100 Billionen Keime aus ?ber 400 Bakterienarten und -st?mmen haben sich hier eingenistet.

Bei der Milchs?ureg?rung wird Glucose durch Milchs?urebakterien ?ber Brenztraubens?ure (Pyruvat) in Milchs?ure (bzw. ihr Salz, Lactat) umgewandelt. Je nach Stamm der Milchs?urebakterien unterliegen auch andere Zucker diesem Abbauweg. Zur Konservierung von Lebens- und Futtermitteln wird die Milchs?ureg?rung seit Ewigkeiten eingesetzt (Milchprodukte, Sauerteig, Sauerkraut oder Silage-Bereitung von R?benbl?ttern und anderen Gr?nfutter)

Ob zus?tzliche Bakterien aus probiotischen Joghurts die Darmflora eines gesunden Menschen verbessern k?nnen, wird beispielsweise von Professor Michael Teuber, Lebensmittelmikrobiologe an der Eidgen?ssischen Technischen Hochschule in Z?rich, bezweifelt. F?r ihn sind herk?mmliche Naturjoghurts genauso gut. Dr. Michael de Vrese von der Bundesanstalt f?r Milchforschung erkl?rt, dass "Probiotika niemals einzelnen Personen bestimmte Effekte garantieren werden". Noch weiter geht Dr. Stefan Hockertz, Immuntoxikologe und Umweltmediziner an der Universit?t Hamburg. Er warnt: "Dass einige Nahrungsmittelhersteller probiotische Keime in Form nicht zulassungspflichtiger Lebensmittel in Verkehr bringen, ist meines Erachtens bedenklich, wenn nicht ungesetzlich." Denn die Produkte w?rden Erwartungen wecken, die nur Arzneimittel halten k?nnten.


Jeden Morgen einen Becher Buttermilch zu trinken, so wie ich das mache, bringt das gleiche Ergebnis! ?brigens, den gleichen und preislich g?nstigeren Effekt erreicht man auch mit dem altbekannten origin?ren Sauerkraut. Sauerkraut ist durch Milchs?ureg?rung konservierter Wei?kohl. Diese Zubereitungsart stammt urspr?nglich wahrscheinlich aus China. Sauerkraut wird haupts?chlich als Beilage zu verschiedenen Gerichten gegessen Sauerkraut ist reich an Milchs?ure, Vitamin A, B, C, und Mineralsalzen und ist mit den Kohlgem?sen ein wichtiger, heimischer Vitamin-C-Lieferant im Winter.

Quellen: www.oekotest.de


3 Kommentare 20.7.05 08:38, kommentieren

Wie weiter in Deutschland?

Deutschland vor der Wahl

Heulen und Z?hneklappern in Deutschland - noch nie soviel Firmenpleiten und Insolvenzen? ca. 5 Millionen Arbeitslose! Rettet die CDU jetzt den Staat und das Wirtschafts-System? Frau Merkel stellt das Programm vor ? dazu kann ich nur sagen: ?Im Westen nichts Neues!?

Kann die CDU mit Angela Merkel zaubern?

Hier sind ja in den letzten Wochen und Tagen schon mehrere Artikel zur politischen Situation im allgemeinen und besonderen in Deutschland erschienen. Nach der Macht?bername in NRW habe ich das Gef?hl, die CDU hat den Stein der Weisen gefunden!

Dass sich die rot/gr?ne Bundes-Regierung in der letzten Wahlperiode nicht mit Ruhm bekleckert hat, ist wohl jedem politisch interessierten Menschen klar! Von einem Fettnapf in den anderen - dass sie 2002 trotzdem wiedergew?hlt wurde, z?hlt m. E. zu ihren erstaunlichsten Leistungen! Sicherlich konnte sie im Augenblick nichts ?ndern, ist ja auch klar, bei dem Polit-Aktionismus und bei den Mehrheitsverh?ltnissen im Bundesrat - die Opposition bremste bisher gekonnt aus ? und: die Wirtschaft WILL Rot/Gr?n NICHT.
Dabei kommt mir vor allem immer wieder eine Frage in den Sinn: Wer hat denn 16 Jahre lang vorher, in der ?ra Kohl, die Karre in den Dreck gefahren bzw. das Staatsschiff auf Grund gesetzt: die CDU! Und jetzt tut sie so, als h?tte sie den Stein der Weisen zum Regieren gefunden und meckert herum, das Rot/gr?n unf?hig ist! Wer hat denn in die Rentenkassen gegriffen und damit einen Teil des Beitritts und die ?bernahme der 1, 2 Millionen Deutsch-Russen finanziert! Wer war denn gegen die ?ko-Steuer und will sie jetzt bei der Regierungs?bernahme beibehalten? Alle wissen es: Wir Deutsche sind das einzige Volk auf der Welt, das die Rente an der Tankstelle einzahlt!!! *grins*
Welcher Kanzler hat sich denn zu der ?u?erung hinrei?en lassen, dass die Vereinigung nichts kosten wird? Wer hat denn die Gro?-Unternehmen mit Subventionen in Millionenh?he zugesch?ttet und den kleinen Mittelstand ?ber Jahre kaputtgespielt? Doch das Spiel wird leider mit anderen Vorzeichen weitergehen - siehe M?rchensteuer-Erh?hung. Bis vor kurzem hatte sich die CDU vehement dagegen ausgesprochen. Welche ?berraschung kommt als n?chste auf den Tisch: 500.000 oder 1 Million Arbeitspl?tze ? einfach mal so aus dem ?rmel gesch?ttelt oder unter der Diele hervorgeholt, nur weil die Lohnnebenkosten gesenkt werden. Na, ich meine, nur Jesus konnte Wein in Wasser verwandeln ? die Zeiten der Wunder sind leider vorbei und des Wirtschaftswunderlands auch!

Keine der Parteien hat ein probates Konzept, mit m. E. unausgegorenen Gedanken wird die ?ffentlichkeit begl?ckt und das Regieren scheint nur noch purer Aktionismus zu sein. Aber ich bin der Meinung, die CDU wird es danach nicht einen Deut besser machen, sondern das Dilemma h?chstens ANDERS vergeblich bek?mpfen! Ich meine, Deutschland ist nicht erst seid heute unregierbar geworden - den Parteien geht's nur noch um Machterhalt ? die Sachpolitik wurde und wird weiterhin der Parteipolitik und den politischen Karieren der Politiker geopfert. Es geht prim?r, um Verteidigung von Posten, Pfr?nden und Abfindungen. Sie zerhacken sich im kleinkarierten politischen Grabenkampf, statt das Gemeinwesen zu entwickeln und die anstehenden wichtigen gesellschaftlichen Probleme im Sinne der Zukunftsf?higkeit Deutschlands zu l?sen. Claimsicherung und Machterhalt hei?t das aktuelle Gesellschaftsspiel und alle, aber auch alle etablierten Parteien machen mit! Bei den Top-Managern in Tsch?rmenie hei?t die oberste Devise Besitzstands- und Wohlstandswahrung ? nimm was Du kriegen kannst und jedem das Seine, aber mir das Meiste!
Die Zeiten des Wirtschaftswachstums sind vorbei! Die M?rkte sind ges?ttigt und werden hei? umk?mpft! Welche Branche ist denn noch wachstumsf?hig? Die IT-Branche ist vor einiger Zeit ?berhitzt zusammengebrochen, die Automobilbranche scheint zu folgen, GM in den USA bestimmt wie viele Arbeitspl?tze bei Opel von Deutschland nach Osteuropa verlagert werden.
Wie und womit soll denn auf diesem Markt noch Konsum angekurbelt werden? Ich meine, Deutschland steht heute an einem ?hnlichen Punkt, wo es im Herbst 1989 kurz vor dem Mauerfall stand. Aber dann kamen 16 Millionen Konsumenten aus dem Osten! Dort ist der Bedarf jetzt in allen Bereichen des Lebens ebenfalls gedeckt - also braucht das Land neue Ideen und Konzepte, vor allem: wie wird die hohe Arbeitslosigkeit abgebaut? Aber wer hat diese schon - die Regierung, die Opposition? Ich glaube: Nein! Schon Lenin sagte in 'ner ?hnlichen Situation: Was tun?

Ich meine: Es kann nur noch ein konzertiertes, langfristiges Handeln aller Entscheidungstr?ger des Staates weiterhelfen!





3 Kommentare 15.7.05 22:51, kommentieren

Der blaue Planet (1)

Die Atmosph?re

Was passiert in der Atmosph?re der Erde, in diesem hauchd?nnen Mantel, der unserem Planeten aus dem Weltraum gesehen, den blauen Schimmer verleiht? Die Atmosph?re ist verantwortlich, dass durch die Sonnenenergie und dem Wasserkreislauf Leben auf der Erde erst m?glich wurde.

Die Zusammensetzung der Erdatmosph?re ist bekannt:
78, 08 % Stickstoff
20,95 % Sauerstoff
<2,00 % Wasser
0,94 % Edelgase (Argon 0,93 %)
0,04 % Spurengase (0,035 % Kohlendioxid)

Die Atmosph?re teilt sich in verschiedene Bereiche auf, in:
Stratosph?re < 35 km ? wetterwirksamer Bereich bis 10 km
Troposph?re < 100 km
Ionossp?re < 400 km (Nordlichterscheinungen)

Dass sich die gasf?rmige Lufth?lle nicht in den Weltraum verfl?chtigt, beruht darauf, dass ein Gleichgewicht zwischen der Gravitation (Schwerkraft), die wie alle anderen Massen auch Gase an der Erde festh?lt und der Zentrifugalkraft, durch der sie ?ber Diffusion rasch in den Weltraum entweichen w?rden.

Die Uratmosph?re verdankt ihr Entstehen zum Teil dem Freiwerden gasf?rmiger Substanzen beim Abk?hlen des gl?henden Erdballs und den Exhalationen (Ausgasen) durch den Vulkanismus. Die Zusammensetzung der Uratmosph?re ver?nderte sich im Lauf der Zeit ? durch Photolyse entstand ?ber Jahrmillionen aus Wasserstoff - Wasser und durch die photosynthetischen Prozesse der Pflanzen wurde sie langsam mit Sauerstoff angereichert.

Die Luft ist in ihrer Zusammensetzung ein sehr wenig ver?nderliches Gasgemisch. Eine Ausnahme ist der Wasserdampfgehalt, dessen Schwankungen zwischen 0,02 ? 2 % betragen k?nnen. Trotz des relativ geringen Wasseranteils in der Atmosph?re sind die Schwankungen des Wasserdampfgehalts - in allen drei Aggregatzust?nden: fl?ssig, fest und gasf?rmig meteorologisch sehr wirksam. Das Wasser und die Sonnenenergie sind somit die eigentliche ?Wettermaschine? auf dem blauen Planeten. Atmosph?re und Hydrosph?re sind dabei sehr eng miteinander verbunden und steuern ?ber Strahlung, Konvektion und W?rmeleitung die Verdunstung und Kondensation des Wassers alle meteorologischen Zustandserscheinungen Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte, Wind und Bew?lkung.

Die Spurengase spielen dabei eigentlich nur eine untergeordnete Rolle ? sie sind nur im Promille-Bereich vorhanden. Der Kohlendioxid-Gehalt hat sich zwar im letzten Jahrhundert von 0,027 auf 0,035 % erh?ht ? jeder Hektar Boden gast z. B. in 24 Stunden durch die Zersetzung organischer Stoffe bis zu 7 kg CO2 aus. Aber welche Auswirkungen das in der Atmosph?re bewirkt, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig gekl?rt ? das ist das wissenschaftliche Hauptstreitthema der Zeit!

Durch die Sonneneinstrahlung wird die Luft in den bodennahen Schichten st?rker erw?rmt, als in der freien Atmosph?re. Die Molek?hle besitzen in w?rmerer Luft mehr Bewegungsenergie und k?nnen somit mehr Wassermolek?hle aus der fl?ssigen Phase in die dampff?rmig bringen - daher nimmt warme Luft mehr Wasserdampf auf als k?ltere. Da warme Luft bei konstantem Druck auch leichter ist, steigt sie in der Atmosph?re nach oben und kalte nach unten ? so entsteht eine Luftbewegung. Um ein Liter Wasser zu verdunsten werden 0,7 kWh ben?tigt, das sind bei einem Kubikmeter 700 kWh! So k?nnen z. B. in der Karibik bei langer sehr starker, ungehinderter Sonneneinstrahlung und hohen Wassertemperaturen (>29 Grad) durch starke Verdunstung gewaltige Aufwindbewegungen entstehen, die sich durch die Corioliskraft in Drehung setzen und zu einem verheerenden Wirbelsturm, den sogenannten Hurrikan, entwickeln k?nnen. Diese Wirbelst?rme transportieren ungeheure Energiemengen mit sich - ein mittlerer Hurrikan kann die Zerst?rungskraft von bis zu 2.000 Hiroshima-Atombomben entfesseln!

Von weitreichender Bedeutung f?r die Lebensvorg?nge in der Biosph?re sind lebenserhaltende Temperaturen. Die als Volumen?nderung von Quecksilber mit dem Thermometer gemessene Temperatur ist ein Ma? f?r die mittlere Bewegungsenergie der Luftmolek?le, die im wesentlichen von der Sonnenenergie eingebracht werden. Die Temperatur der Luft wird also durch die Menge der eingestrahlten Sonnenenergie bestimmt! Diese wird wiederum beeinflusst durch die Zusammensetzung der Atmosph?re und deren Wasserdampfgehalt. Dabei spielen die geographische Breite, die Struktur und Beschaffenheit der Bodenoberfl?che, die Gel?ndeform u.a.m. Einen weiteren gro?en Einfluss hat die Zufuhr kalter oder warmer Luftmassen von der die Lufttemperatur wesentlich beeinflusst wird. Das Wetter bzw. die Witterung in der Atmosph?re wird in den einzelnen Klimazonen prim?r von den jeweilig jahreszeitlich abh?ngigen Gro?wetterlagen bestimmt.

Von der Sonne werden pro Sekunde 1.360 W (Watt), die sogenannte Solarkonstante, auf einen Quadratmeter durch den Weltraum zur Erde geschickt. Von den 100 % der Solarenergie auf die Atmosph?re eingestrahlt werden, gelangen nur 47 % bis zum Erdboden - ein Teil von ca. 15 % wird bereits in der Atmosph?re absorbiert; 24 % von den Wolken reflektiert und 8 % verliert sich als Streustrahlung. Insgesamt nimmt die Erde am Tag 19 % mehr Energie auf als sie abgibt - 43 % Gewinn aus der kurzwelligen Solarstrahlung und 24 % aus dem Verlust der langwelligen Ausstrahlung, so dass eine positive Strahlungsbilanz entsteht. Diese wird aber dadurch ausgeglichen, dass der Gewinn von 27 % aus absorbierter kurzwelliger Sonnenstrahlung und langwelliger Erdabstrahlung, die Atmosph?re aber 46 % durch Ausstrahlung der Wolken und Gase in den Weltraum verliert. Das bedeutet das die Erde kein abgeschottetes ?Treibhaus? ist, sondern ein zum Weltraum energetisch ?offenes System?. Durch dieses offene System Erde-Weltraum tritt ein Verlust von 19 % ein ? damit ist die Gesamtstrahlungsbilanz ausgeglichen ? sonst w?re n?mlich l?ngst alles Leben auf dem Planeten ?verbrannt?! Somit ist auch das ?W?sten-Ph?nomen? erkl?rbar, wo am Tage Temperaturen bis zu 70 Grad erreicht werden, sich die Atmosph?re aber nachts fast bis zum Gefrierpunkt abk?hlen kann.

Die j?hrlich insgesamt auf die Erde eingestrahlte Sonnenenergie betr?gt 170. 000 TWh, das ist fast das 20-fache des Weltenergie-Jahresverbrauchs ? eine ungeahnte Ressource f?r die Menschen, um die fossilen Energietr?ger zu ersetzen.

Quellen
Prof. Horst Malberg, Meteorologie und Klimatologie ? Eine Einf?hrung; Springer-Verlag 2000
Walch/Neukamp, Wolken und Wetter ? Wetterentwicklung erkennen, Verlag Gr?fe und Unzer
Dr. Wolfgang Th?ne, Dipl.-Meteorologe, Die Erde ist kein Treibhaus 1996
Lexikon-Redaktion, Die Umwelt des Menschen, Meyers Lexikonverlag 1989

2 Kommentare 17.3.05 17:12, kommentieren